Zum Verschenken und Selbstlesen
Das Buch über die
60er Jahre
Starten auch Sie eine Zeitreise in die
Zeit der Wunder

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Das Buch zum Preis von 14.90 Euro
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ISBN 978-3-8334-6742-8

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per E-Mail: hartmut-dirks@web.de

Zum Inhalt:

Das Buch ist eine Zeitreise zurück in die 60er Jahre.
In 38 kleinen Geschichten sind die damals aktuellen Ereignisse eingewoben.
Durch die lebendige Beziehung zwischen den Ereignissen der Zeit und den damit verwobenen Erlebnissen wird ein Nacheimpfinden des Lebensgefühles der 60er Jahre ermöglicht.
Zusätzlich bilden historische Zeittafeln, die Hits und die beliebtesten Namen der jeweiligen Jahre einen Rahmen, der durch plakative Originalanzeigen aus den 60ern ergänzt einen mehrdimensionalen Einstieg in die
Zeit der Wunder ermöglicht.

Die Einleitung als Leseprobe

 

Maikäfer flieg,

Dein Vater ist im Krieg,

Deine Mutter ist in Pommerland,

Pommerland ist abgebrannt,

Maikäfer flieg!

 

Dieses melancholische, kleine Lied aus unbekannter Quelle sangen Millionen deutscher Mütter ihren Babys und Kindern vor. Auch meine Mutter sang dieses Lied für meinen rund 14 Monate jüngeren Bruder Achim und mich. Sie hatte dazu eine besondere Beziehung. Tatsächlich war sie mit ihren Eltern und den beiden Schwestern aus dem vom Krieg zerstörten Pommern geflüchtet und mein Vater kam wirklich erst zum Jahreswechsel 1949/1950 aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück.

Zu Beginn des Jahres 1954 in der Seehafenstadt Emden geboren und Hartmut getauft, kann ich mich noch daran erinnern, dass es in unserer Stadt Ruinen gab. Auch erinnere ich mich an die vielen Kriegsinvaliden, die noch in der späten Nachkriegszeit das Straßenbild mit prägten. Unvergesslich sind für mich die alten Automobile, die über die holprigen Kopfsteinpflaster-Straßen rollten und Anfang der 60er-Jahre allmählich den modernen Autos der neu entstandenen Automobilindustrie weichen mussten.

Im Frühling des Jahres 1961 zogen meine Eltern, der Bankkaufmann Johann Dirks und seine Frau Irma mit ihren beiden Söhnen innerhalb Emdens vom Stadtteil Conrebbersweg in einen Reihenhausneubau im Stadtteil Transvaal. Wir wohnten jetzt in einem Stadtteil, der im Kampf gegen die Wohnungsnot der Nachkriegszeit von einer Siedlungsgesellschaft schachbrettartig geplant und gebaut wurde. Solche Neubaugebiete gab es damals überall in Deutschland. Alles war neu, aber auch irgendwie gleichförmig, von den Laternen, über die aneinander gebauten Garagen, bis hin zu den Haustüren. Das konnte den Stolz über ein eigenes Reihenhaus aber nicht bremsen, auch wenn noch drei Jahre vergehen mussten, bis unser erstes Auto in der Garage stand.

Unfreiwillig gehörte ich ab Ostern 1961 zum Heer der Schüler.
Der damit verbundene Verlust an Freizeit war ein hoher Preis. Darüber tröstete mich eine prall gefüllte Zuckertüte mit köstlichen Naschereien nur wenig hinweg.

Im Jahr 1961 konnte man den Neuanfang mit allen Sinnen spüren.

Wiederaufbau, Vollbeschäftigung und Babyboom waren Ausdruck der großen Hoffnung auf eine Zukunft in Frieden und Wohlstand.

Es hatte ein Jahrzehnt voller Veränderungen und Entdeckungen begonnen. Deutschland war aus den Ruinen des Krieges zu einem so genannten Wirtschaftswunder auferstanden, Amerikaner und Russen griffen mit Raketenantrieb nach den Sternen und im Jahr 1969 spazierten wahrhaftig die ersten Menschen auf dem Mond herum.

Die 68er-Generation wurde im Kampf für radikale Veränderungen sprichwörtlicher Teil der deutschen Geschichte, die Beatmusik hämmerte sich als musikalische Revolution in die Köpfe der Jeanshosen-Jugend ein und ein revolutionärer Fidel Castro schnappte den Amerikanern Kuba vor deren Nase weg.

Leider gab es trotz der grauenvollen Erfahrungen durch zwei Weltkriege auch in den 60er Jahren Kriege. Beispielsweise starben über 40.000 junge Amerikaner und hunderttausende Vietnamesen im Vietnamkrieg. Neu war aber, dass in den USA und vielen anderen Nationen hunderttausende Menschen auf die Straßen gingen, um gegen den Vietnam-Krieg zu demonstrieren, bis schließlich die US-Regierung dem Druck des Volkes nachgeben musste und die amerikanischen Soldaten aus dem ostasiatischen Land abzog.

Diesmal waren die Helden eines Krieges nicht die Soldaten auf dem Schlachtfeld, sondern die Mütter, Väter und Freunde, aber auch die frei über den Krieg berichtenden Journalisten. Alle gemeinsam konnten ein sinnloses Töten beenden.

Zu den Tränen der Trauer um die im Krieg gefallenen Söhne, mischten sich die Freudentränen der Eltern, die ihre Söhne wieder in die Arme nehmen konnten.

Ich erlebte in den 60er-Jahren die Metamorphose vom Kind über die Pubertät zum jungen Mann und irgendwie war die Zeit auch die Pubertät des noch jungen Deutschlands.

Die 60er Jahre waren nach dem zweiten Weltkrieg im 20. Jahrhundert das Jahrzehnt mit den meisten Veränderungen. Spannend und voller Spannungen. Mitreißend und voller Musik.

Nicht ein Himmel voller Geigen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes der Beat bestimmte den Rhythmus einer neuen Zeit. Die Jugend rebellierte und es entstand ein neues Lebensgefühl. Die junge Generation löste sich von Althergebrachtem und ließ sich von den Älteren im Haus der Zukunft nicht mehr alles bestimmen, denn dieses Haus gehört eigentlich der Jugend. Viele, zu denen auch ich gehörte, demonstrierten als Schüler oder Studenten gegen die etablierte Ordnung, um Freiheit, soziale Gerechtigkeit und die natürliche Selbstbestimmtheit zu erreichen. Aber auch gegen den barbarischen Krieg in Vietnam gingen wir auf die Straße.

Wir wollten die Welt verändern und teilweise ist es uns sogar gelungen.

Es war auch ein Generationskampf, der vor dem Elternhaus nicht Halt machte. Auf beiden Seiten kam es zu seelischen Verletzungen. Meine Narben spüre ich noch heute. Trotzdem hat es sich gelohnt. Männer und Frauen dürfen heute beispielsweise unverheiratet zusammen sein und -leben, ohne von der Gesellschaft für ihre Liebe zueinander geächtet und sanktioniert zu werden. Neue Deutungsmuster woben sich in die Wertmaßstäbe der Menschen. Doch die Bilanz soll nicht verschönt werden: Viele, die einst rebellierten, ließen sich auf dem sanften Sofa einer Wohlstandsgesellschaft nieder und frönten nur noch dem süßen Gemach des Konsums. Leider überträgt sich diese Lebensart auch auf die heutige Jugend, von denen die meisten zunehmend vom Markenbewusstsein und Handygequatsche mehr Gebrauch machen, als von der Gestaltung ihres Hauses der Zukunft. Viele bleiben aus Konsumgründen und Bequemlichkeit sogar bis ins Erwachsenenalter hinein Gast im "Hotel Mama". Schade um jede derart verschenkte Jugend, die soviel mehr Erfahrung, Selbstbestimmtheit und Selbständigkeit hätte bringen können. Doch bei der Ursachensuche darf niemals vergessen werden, dass auch diese Kinder sich nicht selbst erzogen haben und die Eltern zumeist nur wollten, dass es ihren Kindern gut geht und diese nichts entbehren sollten.

Im Jahre 1960 als wir, die deutsche Durchschnittsfamilie Dirks auf der Startrampe des Lebens in eine unbekannte Zukunft abhoben, waren die Lebensbedingungen völlig anders als heute.

Begleiten Sie mich auf meiner Reise durch die 60er Jahre, die eine Zeit der Wunder wurde!

Chronik 1961

20. Januar >   John F. Kennedy wird als 35. Präsident der USA in sein Amt eingeführt.

12. April >   Der Kosmonaut Juri Gagarin fliegt als erster Mensch in den Weltraum.

17. April >   Eine von den USA unterstützte Invasion in der kubanischen Schweinebucht scheitert im Kampf gegen die Truppen des Fidel Castro.

Im April >   Hartmut Dirks wird eingeschult.

17. Mai >   Der AC Florenz wird Sieger des 1. Fußball - Europapokals der Pokalsieger.

23. Mai >   Rassenunruhen in der Stadt Montgomery im US-Staat Alabama.

6. Juni >   Ergebnis der zweiten Volkszählung in der BRD:
56 175 900 Einwohner.

17. Juni >   Das erste Deutsche Kernkraftwerk geht in Kahl am Main in Betrieb.

30. Juni >   Der Bundestag verabschiedet das Bundessozialhilfegesetz.

2. Juli >   Der amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway stirbt 62jährig.

12. Juli >   Die Bundestag beschließt das sogenannte
„312-DM-Gesetz“.

24. Juli >   Der Filmschauspieler Hans Albers stirbt im Alter von 67 Jahren.

13. August >   Die DDR macht Westberlin mit dem Bau der Mauer zu einer „Insel“.

18. Oktober >   Der Bremer Automobilhersteller Borgward geht in Konkurs.

7. November >   Der Bundestag wählt Konrad Adenauer erneut zum Kanzler.

Rezension des
Weser-Reports

(Anette Kemp) (Foto Schlie)
 

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Exemplar


 
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Die Hits des Jahres 1961

England

Surrender
Elvis Presley

Are you lonesome tonight
 Elvis Presley

Wooden heart
Elvis Presley

Walk right back
Everly Brothers

Temtations
Everly Brothers

USA

Tossin and turnin
Bobby Lewis

Runaway
Del Shannon

Big bad John
Bobby Vinton & Jimmy Dean

The Lion sleeps tonight
The Tokens

Blue Moon
The Marcels

Deutschland

Ramona
Blue Diamonds

Babysitter Boogie
Ralf Bendix

La Paloma
Freddy

Der Mann im Mond
Gus Backus

Weiße Rosen aus Athen
Nana Mouskouri

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